Sanierung Goldacherstrasse Chäsirank: Gemeinderat setzt auf etappierte Umsetzung
Im Bereich Chäsirank / Vorderhof besteht Sanierungsbedarf an der Goldacherstrasse, den Werkleitungen sowie am Bachdurchlass des Chemibachs. Die ursprünglich vorgesehene Gesamtsanierung würde gemäss aktueller Kostenschätzung Investitionen von rund CHF 2.2 bis 2.3 Mio. auslösen.
Der Gemeinderat hat sich eingehend mit dem weiteren Vorgehen auseinandergesetzt. Für eine zeit - nahe Gesamtsanierung spricht insbesondere, dass die notwendigen Arbeiten an Strasse, Werkleitungen und Gewässer koordiniert ausgeführt und damit eine langfristige Lösung geschaffen werden könnten. Dem stehen jedoch die hohen Investitionskosten und weitere grössere Investitionsvorhaben der Gemeinde in den kommenden Jahren gegenüber.
Vor diesem Hintergrund hat sich der Gemeinderat entschieden, die Gesamtsanierung in mehreren Etappen umzusetzen. In einer ersten Etappe soll eine Minimalvariante realisiert werden, welche die Sicherung des bestehenden Bachdurchlasses mit gezielten baulichen Massnahmen sowie die erforderlichen Arbeiten an den Werkleitungen der Elektra und der Wasserversorgung umfasst. Für die Sicherung des Bachdurchlasses ist nach heutiger
Schätzung mit Kosten von rund CHF 90’000 zu rechnen.
Dem Gemeinderat ist bewusst, dass es sich dabei um eine Übergangslösung handelt. Die Minimalvariante bringt keine hydraulische Verbesserung und erfüllt die heutigen Anforderungen an den Hochwasserschutz nicht. Sie ermöglicht jedoch, die umfassende
Gesamtsanierung voraussichtlich bis mindestens 2031 aufzuschieben und damit finanziellen Handlungsspielraum für andere anstehende Investitionen der Gemeinde zu erhalten.
Die weiteren Sanierungsetappen sollen wenn möglich zeitlich und baulich auf die geplanten Bauprojekte beidseits der Goldacherstrasse abgestimmt werden. Damit können Synergien genutzt, Doppelspurigkeiten vermieden und die notwendigen Arbeiten möglichst zweckmässig koordiniert werden. Ziel bleibt eine langfristige und umfassende Sanierung des gesamten Strassenabschnitts.
Das ausgearbeitete Projekt für die erste Etappe mit aktualisierter Kostenschätzung sowie den vorgesehenen Massnahmen für Elektra und Wasserversorgung wird dem Gemeinderat erneut zur Beschlussfassung vorgelegt.