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25.04.2024 15:26:35


Rehkitzrettung mit Drohnen und Wärmebildkamera

Rehgeissen gebären ihre Kitze in den Monaten Mai und Juni im hohen Heugras. Das bietet Schutz vor natürlichen Feinden, bedeutet aber Gefahr durch die Mähmaschinen. Mit Drohnen und Wärmebildkameras können Kitze gesucht und gerettet werden.

Rehkitze tragen ein getupftes Fell, sind so gut getarnt. Sie haben noch keinen Fluchtreflex. Bei Gefahr ducken sie sich regungslos ins hohe Gras. Mit der Mähmaschine sind sie für den Landwirt deshalb kaum zu erkennen.

Die Rehkitzrettung mit Drohnen und Wärmebildkameras hat sich etabliert. Mit den Landwirten werden die kritischen Felder definiert, numeriert und in Plänen erfasst. Der Landwirt teilt dem Drohnenpiloten  am Abend vor dem Mähen mit, welche Felderer mähen wird.

Die Wärmebildkamera erkennt Temperaturunterschiede, also die wärmere Körpertemperatur des Kitzes gegenüber der kälteren Umgebungstemperatur. Das bedeutet, dass gegen 8 Uhr am Morgen  das Absuchen beendet sein muss. In der Hauptsaison beginnt die Arbeit darum  oft sehr früh und bei Dunkelheit. Alle Flüge werden deshalb programmiert. Die Drohne fliegt dann selbständig das Feld ab.

2022 waren die Drohnenteams an 20 Tagen im Einsatz. Der früheste Beginn war morgens um 02:00 Uhr. Insgesamt flogen wir 80 Felder mit einer Fläche von 86 ha ab. Wir retteten 9 Kitze, im Jahr davor sogar 13 Kitze.

Die Heuernte steht bevor. Die Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägerschaft und Drohnenteam ist erfreulich. Der Erfolg gibt uns recht.

Jagdgesellschaft Untereggen-Goldach 


wÄRMEBILDKAMERA
 

Datum der Neuigkeit 12. Mai 2023
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