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Amtliche Bekanntmachung betreffend die Alpviehsömmerung 2018 im Kanton St.Gallen / Vorarlberg

Amtliche Bekanntmachung betreffend die
Alpviehsömmerung 2018 im Kanton St.Gallen / Vorarlberg


Die Alpfahrtsvorschriften für den Auftrieb von Vieh auf Alpen und gemeinschaftliche Weiden sind in-haltlich weitgehend identisch mit denjenigen vom Vorjahr.
Neu sind die Bestimmungen über die Blauzungenkrankheit für Tiere, welche im Ausland gesömmert werden (Kapitel 9). Die erweiterten Untersuchungen wegen der Tuberkulose-Gefahr für in Vorarlberg gesömmertes Rindvieh werden beibehalten.

BVD (Bovine Virus-Diarrhoe)
Es dürfen nur Rinder aufgeführt werden, die keinen Sperrmassnahmen unterliegen. Ausnahmen er-teilt der Kantonstierarzt. Sämtliche Aborte und Totgeburten sind auf jeden Fall auf BVD untersuchen zu lassen. Der Veterinärdienst behält sich vor, je nach aktueller Seuchenlage zusätzliche Untersu-chungen auf BVD anzuordnen.

Sömmerung Vorarlberg
Für die Sömmerung in Vorarlberg ist wie immer ein spezielles Sömmerungszeugnis notwendig, wel-ches frühzeitig beim Tierarzt eingeholt werden muss.
Die Formalitäten sind möglichst frühzeitig abzuwickeln, weil das ausgefüllte Zeugnis über den Tierarzt an den Veterinärdienst zur Verifizierung einzusenden ist. Der Tierhalter erhält dieses vom Veterinär-dienst direkt per Post zugestellt.
Zusätzlich ist für alle Tiere ein Zusatzformular mit den Besamungsdaten nötig.

BVD
Sämtliche Tiere müssen über ein BVD Virus-negatives Resultat verfügen, dies betrifft auch Tiere, welche nach dem 01.01.2013 geboren sind.
Innerhalb von 14 Tagen nach der Rückkehr müssen alle trächtigen Tiere mittels Blutproben auf BVD-Abwehrstoffe (Antikörper) untersucht werden. Bis zum Vorliegen aller negativen Re-sultate darf kein Tier verstellt werden. Antikörper positive Tiere werden unter Verbringungs-sperre gestellt bis zur Widerlegung oder zum vorzeitigen Ende der Trächtigkeit, oder bis die virologische Untersuchung des Kalbes oder der Totgeburt einen negativen Befund ergeben hat.
Sämtliche Kosten, die aus diesen Untersuchungen entstehen, werden vom Kanton getragen.

Tuberkulose
Die Situation in Vorarlberg betreffend Hirschtuberkulose (Tbc) ist nach wie vor kritisch. Die Befalls-zahlen infizierter Hirsche sind konstant hoch, und es ist auch im letzten Jahr zu Ansteckungen von österreichischen Sömmerungsrindern gekommen.
Um wechselseitigen Krankheitsübertragungen von Hirschen zu Rindern vorzubeugen, sind Schutz-massnahmen zu treffen. Der Alpverantwortliche hat in Absprache mit der Wildhut Weide-Hygiene-massnahmen, insbesondere die geeignete Platzierung von Brunnentrögen, Salzlecken und Futtervor-lagen, einzurichten.
Bestände, in welche Tiere der Rindergattung aus Vorarlberg zurückkehren, werden ab der Rückkehr unter amtstierärztliche Überwachung (ATÜ) und unter Verbringungssperre gestellt. Frühestens acht Wochen nach der Rückkehr in die Schweiz werden sämtliche gesperrten Tiere der Rindergat-tung durch das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen AVSV einer Untersuchung auf Rin-dertuberkulose mittels Hauttuberkulintest unterzogen. Die ATÜ wird vom AVSV aufgehoben, wenn keine fraglichen oder verdächtigen Testergebnisse festgestellt werden. Sämtliche Kosten gehen zu Lasten des Tierhalters. Im Seuchenfall werden für Tierverluste keine Entschädigungen geleistet.
Weitere Informationen erhalten die Tierhaltenden bei Ihrem Tierarzt oder über die Homepage des Ve-terinärdienstes www.avsv.sg.ch.

Blauzungenkrankheit
Da die Schweiz seit Herbst 2017 in der Blauzungen-Zone Serotyp 8 liegt, gibt es Auflagen für den Export von Klauentieren in zonenfreie Länder. Alle empfänglichen Tiere, welche im Aus-land gesömmert werden, müssen entweder gegen die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8
geimpft sein, oder vor dem Verbringen in einem vektorgeschützten Betrieb gehalten worden und nach dieser Zeit negativ auf das Virus getestet sein.

TVD Ab- und Zugangsmeldung für Sömmerungstiere
Sämtliche Zu- und Abgänge sind durch den Alpverantwortlichen der TVD über das Portal www.a-gate.ch innerhalb von 3 Arbeitstagen zu melden.
Aufgetriebene Schweine müssen von den Alpbewirtschaftern der TVD ebenfalls via das Portal www.agate.ch oder mittels einer Karte gemeldet werden. Dabei reicht es, pro Meldung die Anzahl Schweine, den Herkunftsbetrieb und das Datum des Zugangs anzugeben.
Pferde: Der Equideneigentümer muss die Standortveränderung über www.agate.ch auf den Sömmerungsbetrieb melden, sofern diese länger als 30 Tage dauert.
Hunde: Die Halter von Hunden tragen für die Dauer des Alpaufenthaltes in der Hundedaten-bank AMICUS (www.amicus.ch) die Adresse der Alp ein.
Die Vorschriften können
  •  auf den Gemeinderatskanzleien und bei den Tierärzten eingesehen werden,
  • beim Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen, Blarerstrasse 2, 9001 St.Gallen (058 229 28 70) angefordert oder
  • unter www.avsv.sg.ch -> Tierverkehr -> Sömmerung abgerufen werden.
Veterinärdienst des Kantons St.Gallen
März 2018

Datum der Neuigkeit 10. Apr. 2018

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